Das Start-Verfahren

ist ein Verfahren für die Praxis der Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen. Es wurde von betrieblichen Praktikern, Wissenschaftlern und Arbeitsschutzexperten gemeinsam entwickelt. Das Handbuch zum Verfahren erschien erstmals 2006. Inzwischen liegt es nach zwei Buchhandelsausgaben und weiteren Sonderauflagen der IG Metall Baden-Württemberg in 5. Auflage als e-book vor; eine weitere, aktualisierte und überarbeite Fassung erschien außerdem 2014 (s.u.). Das Verfahren wird in zahlreichen Betrieben und Unternehmen erfolgreich zur Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG eingesetzt.

Aktualisierungen und Überarbeitungen

Das Start-Verfahren wurde und wird im Rahmen laufender betrieblicher Anwendungen und umsetzungsorientierter Forschungsprojekte ständig aktualisiert, mit neuen Modulen ergänzt und an den Stand neuer arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse und rechtlicher Vorgaben angepasst. Die Erfahrungen mit dem Verfahren werden kontinuierlich und systematisch ausgewertet. Der Start-Fragebogen sollte ohnehin immer auf betriebliche Besonderheiten zugeschnitten werden und unterliegt somit ebenso einer ständigen Aktualisierung. Eine aktuell überarbeitete Fassung des Start-Verfahrens wurde 2014 im Handbuch Gesundheit & Beteiligung vorgelegt: Wie das Start-Verfahren unter besonderer Beachtung der aktuellen gesetzlichen und untergesetzlichen Vorgaben - etwa der GDA-Leitlinien und Empfehlungen - sowie der aktuellen Rechtsprechung eingesetzt werden sollte, erläutert außerdem der Rechtsratgeber "Arbeitsschutz und Mitbestimmung": Aktuelle Start-Module wurden u. a. für eine Vorausschauende Gefährdungsbeurteilung, für die Gefährdungsbeurteilung bei Leiharbeit oder für SchichtarbeiterInnen erarbeitet; ebenso wurden eine Start-Checkliste zur Vor-Ort-Analyse entlang der GDA-Merkmalsliste psychischer Gefährdungen und Start-Fragebögen für unterschiedliche Branchen entwickelt.

Weitere Informationen zum Verfahren